Schönheitsoperationen sind in einer auf Äußerlichkeiten bedachten Welt wie unserer an der Tagesordnung. Schaltet man den Fernseher ein, hat man den Eindruck, dass sich jede zweite Frau, egal welchen Alters, für die Schönheit unters Messer legt. Ob Berühmtheiten, wie Collin Fernandes oder die nordrhein-westfälische Hausfrau. Nichtsdestotrotz empfinden viele Menschen Schönheitsoperationen als unmoralisch oder als Zerstörung des Gottgegebenen.
Was auffällt, ist daher vor allem, wie unterschiedlich operierte Frauen mit dem Thema “Schönheitschirurgie” umgehen. Von klarer Leugnung des Offensichtlichen bis hin zu entwaffnender Ehrlichkeit, bekommt man verschiedenste Reaktionen zu sehen. Während einige sich ihrer eigenen “Unvollkommenheit” schämen oder einfach nicht in die Kritik geraten möchten, lassen andere sogar ihre Schönheits-OP von Fernseh-Kameras filmen.
Und wieso auch nicht? Ist es nicht so, dass Schönheitsoperationen und vor allem Brustvergrößerungen tagtäglich auf der ganzen Welt durchgeführt werden? Auch in Berlin, Köln oder München. Brustvergrößerung ist ein großes Thema und verhilft in vielen Fällen zu einem neuen, positiven Selbstbild. Wieso also nicht alle Tabus beiseite schieben und Schönheitsoperationen als Seelenheilung endgültig gesellschaftlich etablieren.
Natürlich muss differenziert werden. Befürwortet werden kann eine solche Einstellung nur dann, wenn alles in einem gesunden Rahmen bleibt. Denn dann kann eine Schönheitsoperation im positiven Sinne lebensverändernd sein. Wird der Gang zum Schönheitschirurgen hingegen zur Sucht, oder die Jagd nach einem ewig jungen Äußeren zu einer nie enden wollenden, sollte die Vertretbarkeit dieses Handelns infrage gestellt werden.











