Es wird Frühling, und die Talentshows blühen. Ähnlich wie beim Wetterfrühling, der uns an diesem Wochenende auch erst mal wieder mit Schnee aufs Glatteis führte, sollte man auch von den Talentshows nicht allzu viel Talent erwarten. Der Name ist da nicht immer Programm.
Bei DSDS ist jetzt ganz überraschend einer der als talentiert geltenden Mitfavoriten ausgeschieden, Nelson. Mit seinem Ausscheiden rechneten die wenigsten, als gegen Ende Kim, Manuel und Nelson da standen und darauf warteten, dass Moderator Marco Schreyl endlich das Ergebnis bekanntgab, wer es geschafft hat und wer nicht. Schreyl hat immerhin ein Talent – den entscheidenden Satz solange zurückzuhalten, bis wirklich alle total genervt sind; Kandidaten wie Zuschauer. Das schürt die Spannung – und erhöht die Emotionen, die der Zuschauer offensichtlich eher sehen will als Talent.
Auch die Topmodels von Heidi Klum gehen in die nächste Runde. Für Germany’s Next Topmodel wurden jetzt aus rund 2.000 Kandidatinnen 31 junge Frauen ausgesucht, die sich vor den Augen der Öffentlichkeit um den Titel bewerben dürfen. Ob diese 31 von Größe und Alter her überhaupt die Anforderungen erfüllen, die an ein Model auf dem Catwalk gestellt werden, spielte offensichtlich keine Rolle. Es geht hier ebenso wenig um mögliche Topmodels, wie bei DSDS um echte Superstars.
Ja, und dann gibt es ja noch eine Talentshow. Oder auch Castingshow: Unser Star für Oslo. Dort sucht man, so heißt es, nicht die Scheinwerfer und die Quoten, sondern wirkliches musikalisches Talent. Warten wir ab, ob es wenigstens in dieser Show gelingt, ein echtes Talent zu finden.











