Eine traurige und eine spannende Nachricht gibt es heute von Frauen in typischen Männerberufen.
Der eine Beruf ist der des Dompteuren – respektive, bei einer Frau, der Dompteurin. Die sicherlich bekannteste deutsche Dompteurin war Ursula Böttcher, auch bekannt als Baronin der Bären. Sie dressierte Eisbären und war die bisher einzige Frau weltweit, die sich an diese alles andere als ungefährlichen Kolosse herangewagt hat. Sie gehören zu den gefährlichsten Raubtieren der Welt. Gestern ist die Baronin der Bären in Dresden in einem Krankenhaus gestorben; mit 82 Jahren.
Sie war über 47 Jahre lang beim Zirkus – wo sie als Putzfrau angefangen hat und sich über eine Löwendressur hocharbeitete. Zu ihrer Eisbärentruppe gehörte auch die Mutter von Knut, dem bekanntesten Eisbären in Deutschland.
Erfreulicher sind die Nachrichten über eine andere Frau, die sich in eine Männerdomäne gewagt hat, und zwar das Regie führen bei Filmen, unter anderem knallharten Actionfilmen wie Blue Steel. Mit ihrem neuesten Film, Tödliches Kommando – The Hurt Locker, einem Film über US Army Bombenentschärfer im Irak, hat Regisseurin Kathryn Bigelow einen Kriegsfilm auf die Leinwände gebracht, von dem viele nicht glauben können, dass er von einer Frau stammt.
Dafür wurde sie als bislang lediglich vierte Frau in der Geschichte des Oscar für die Trophäe in der Kategorie Regie nominiert. Geschafft hat es keine ihrer drei Kolleginnen, am Abend der Verleihung den Oscar tatsächlich zu ergattern. Aber vielleicht gelingt es ja Bigelow. Die übrigens ihre Karriere mit dem Studium der Malerei angefangen hat, dann jedoch zum Film wechselte.











